Trans auf TikTok. Trägt Social Media zu Gesundheit bei?

Vortrag am 6. Februar 2026 im Bajszel, Berlin

Wie wird das Thema „Trans“ auf Social Media, zum Beispiel TikTok verhandelt – insbesondere, wenn es auch um medizinische Maßnahmen wie Hormonbehandlungen oder chirurgische Eingriffe geht?

Transflagge als Hintergrund, darauf das Wort "Trans" und ein Smartphone mit dem TikTok-Logo. Symbolbild für "Trans auf TikTok. Trägt Social Media zu Gesundheit bei?"
Was passiert zu „Trans“ auf TikTok? (Foto: KI-generiert mit Copilot).

In Australien ist im Dezember 2025 ein Nutzungsverbot von Social-Media-Plattformen für Unter-16-Jährige in Kraft getreten. Das bedeutet, erst ab 16 dürfen junge Australierinnen und Australier Apps wie TikTok, Instagram, X, Snapchat, YouTube nutzen – also dort einen Account haben. Andere Länder erwägen, diesem Beispiel zu folgen. Wesentliche Gründe sind Sorgen um die psychische Gesundheit und geistige Entwicklung Heranwachsender, die auch aus der Wissenschaft vorgetragen werden. Queere Organisationen befürchten hingegen, dass junge LGBT isoliert werden, weil Social Media ein wichtiges Mittel ist, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten.

Doch gerade Inhalte und Aktivitäten auf Social Media zu T – also „Trans“ – wurde in den vergangenen Jahren zunehmend kritischer gesehen. Das liegt an einer signifikanten gestiegenen Nachfrage nach geschlechtsangleichenden Maßnahmen, vorwiegend unter biologisch weiblichen Teenagern. Influencer, die selbst trans sind, geben auf Plattformen wie TikTok Einblicke in ihr Leben und in ihre Transition. Daher steht Social Media im Verdacht, Phänomene wie „sozialer Ansteckung“ oder auch Trends zu fördern. Die Kurzvideoplattform TikTok ist bei jungen Menschen im Alter zwischen 14 und 25 Jahren eine der meistgenutzten Apps. Zugleich ist um die Frage, ob man Minderjährigen geschlechtsangleichende Behandlungen überhaupt zugänglich machen sollte, international eine kontroverse Debatte entbrannt. Die medizinische Evidenz ist nur sehr dünn, die gesundheitlichen Risiken können hingegen hoch sein.

Der Vortrag fragt deshalb: Was passiert auf TikTok zum Thema „Trans“ und welches Bild wird davon vermittelt – insbesondere auch von medizinischen Maßnahmen? Und wer trägt eigentlich Verantwortung für Inhalte, die in gesundheitlicher Hinsicht bedenklich sind? Welche Probleme gibt es womöglich und sind diese nur auf Social Media beschränkt?

Moderiert wird die Veranstaltung von Jan Feddersen.