Transgender Wars –  Why Became Biological Facts a Controversy?

Dieses Schild wurde als Protest gegen meinen Vortag hochgehalten (Foto: Privat).

Dieser Vortrag wurde öffentlich am 21. Oktober im Rahmen eines Seminars auf Englisch an der Leuphana Universität Lüneburg gehalten. Diese Veranstaltung wurde massiv gestört, worüber ich im Humanistischen Pressedienst berichtet habe. Ich mache das Transkript nun in deutscher Übersetzung öffentlich zugänglich.

Einleitung

Seit einigen Jahren gibt es Streit darüber, wie Geschlecht zu definieren ist. In Deutschland sind diese Konflikte zum ersten Mal 2020 öffentlich geworden, als noch in der letzten Amtsperiode von Bundeskanzlerin Angela Merkel die ersten Vorschläge für ein sogenanntes Selbstbestimmungsgesetz zur Ablöse des Transsexuellengesetzes (TSG) im Bundestag eingebracht wurden.  Das über 40 Jahre alte TSG hatte zuletzt zwei Sachverständigengutachten vorausgesetzt, um den amtlich eingetragenen Vornamen und Geschlechtseintrag ändern zu können. Mit dem 2024 schließlich verabschiedeten Selbstbestimmungsgesetz entfällt jedwede Überprüfung, mit welcher Absicht jemand diese Änderungen vornehmen lassen möchte.  Ziel dieses Gesetzes ist es, die personenstandsrechtliche Geschlechtszuordnung und die Vornamenswahl von der Einschätzung dritter Personen zu lösen und die Selbstbestimmung der betroffenen Person zu stärken, das Recht jeder Person auf Achtung und respektvolle Behandlung in Bezug auf die Geschlechtsidentität zu verwirklichen.[1]

Gegner dieses Prinzips sehen nicht nur den Geschlechtsbegriff entkernt, sondern kritisieren, dass es keine saubere Rechtsfolgenabschätzung gab. Jahrzehntelang wurde vorausgesetzt, dass Gesetze und sonstige Regelungen, in denen „Geschlecht“ erwähnt wird, selbstverständlich vom biologischen Geschlecht ausgehen.

Zunächst wurden diese Auseinandersetzungen zwischen einigen Feministinnen, Lesben und queeren Aktivisten geführt. Inzwischen kommt dieser Konflikt auch in anderen Gruppen und Gesellschaftsbereichen an. Das liegt vor allem darin begründet, dass Transaktivisten für ihren Definitionskanon bedeutende internationale und nationale Institutionen als Multiplikatoren gewinnen konnten. So ist die Geschlechterdefinition nun global Teil einer größeren politischen Auseinandersetzung zwischen links-rechts, progressiv-reaktionär geworden. Doch nicht nur das: es geht auch um Grundlagen wissenschaftlicher Evidenz.

Wie kann Geschlecht allgemeinverbindlich definiert werden und zugleich Trans- und Interpersonen in einer nicht pathologisierenden Weise integrieren? Geschlecht in erster Linie biologisch als zweigeschlechtlich zu verstehen, gilt Aktivisten als Quelle für Abwertung und Ausgrenzung von Trans- und Interperson. Für einige Feministinnen wiederum, ist die klassische biologische Definition wesentliche Grundlage, auf der sich gesellschaftspolitische Fragen und Problemstellungen von Frauen erklären lassen. Welche Relevanz hat ein vornehmlich biologisch hergeleitetes Verständnis noch? Zugleich wird von Aktivisten versucht, biologische Verständnisse als solche zu ändern. Das Modell der biologischen Zweigeschlechtlichkeit soll durch ein Modell des biologischen Geschlechts als Spektrum ersetzt werden.

Größere Aufmerksamkeit bekam dieser Konflikt in den vergangenen vier Jahren nicht nur durch das Selbstbestimmungsgesetz, sondern zum Beispiel auch durch Fälle wie Lia Thomas, Imane Khelif, Isla Bryson, Marla-Svenja Liebich und zuletzt Waltraud P. Oder auch durch Meldungen von Sportverbänden, die Gentests zur Bedingung für eine Teilnahme an Frauenwettbewerben machen. Und: Gleich zu Beginn seiner Amtszeit erließ US-Präsident Donald Trump ein Dekret, dass die USA offiziell nur noch zwei Geschlechter anerkennen. Kurz vor Ostern urteilte der britische Supreme Court, dass sich „Geschlecht“ in Gleichstellungsgesetzen auf das biologische Geschlecht bezieht.

In diesem Vortrag möchte ich skizzieren, was genau die Konflikte sind und wie sie entstanden sind. Meine Grundthese ist, dass diese Konflikte vermeidbar waren und sie gesamtgesellschaftlichen Schaden anrichten, wenn es nicht gelingt, sie konstruktiv, fair und wissenschaftlich fundiert zu bearbeiten.

Beginnen möchte ich zunächst mit Definitionen von Begriffen, die für die weitere Diskussion wichtig und wesentlicher Teil der Kontroverse sind:

Definitionen

Diese Begriffe sind: natürlich Geschlecht, Trans, Inter, Nonbinary/Nichtbinär. Ich stelle immer mindestens zwei Definitionen gegenüber. Eine davon ist jeweils dem Regenbogenportal entnommen, was von 2019 bis Ende 2024 online war und vom Bundesfamilienministerium betreut wurde. Die Inhalte wurden von LGBTIQ-Organisationen und mit ihnen assoziierten Einzelpersonen erstellt Das Portal richtete sich an breite Bevölkerungsschichten, wollte Aufklärung und Information bieten. Die dort vorgestellten Definitionen werden nach wie vor von Aktivisten akzeptiert.

Trans

„Trans“ steht für Menschen, die sich als transgeschlechtlich, transsexuell, transident, transgender verstehen. Folgende Definition findet sich im Regenbogenportal:

Trans* Menschen identifizieren sich nicht oder nicht nur mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Manche trans* Menschen haben seit ihrer Kindheit das Gefühl, im „falschen“ Körper zu stecken, anderen wird irgendwann bewusst, dass sie sich zum Beispiel weder als Mann noch als Frau fühlen. Manche nehmen einen neuen Vornamen an, andere nutzen nach intensiver Beratung durch Mediziner*innen und Therapeut*innen geschlechtsangleichende Maßnahmenwie Hormone und/oder Operationen.[2]

Diese Definition ist ein Resultat erfolgreicher aktivistischer Bemühungen, um vorher maßgebliche Definitionen aus der Medizin zu verdrängen. Im medizinischen Sinn war Trans lange als „Störungen der Geschlechtsidentität“ und näher spezifiziert unter „Transsexualismus“ bekannt, im ICD-10 der WHO mit F.64.0 codiert. Die dazugehörige Definition lautete:

Der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden. Dieser geht meist mit Unbehagen oder dem Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.[3]

Eine wesentliche Kritik von Transaktivisten bestand darin, als „psychische Störung“ kategorisiert zu werden. Inzwischen ist seit Januar 2022 die ICD 11 in Kraft, dort heißt es nun „Geschlechtliche Inkongruenz“ und wird wie folgt definiert:

Geschlechtliche Inkongruenz ist gekennzeichnet durch eine deutliche und anhaltende Nichtübereinstimmung zwischen dem erlebten sozialen Geschlecht und dem zugewiesenen biologischen Geschlecht. Geschlechtsvariantes Verhalten und Präferenzen sind für sich alleine genommen keine Grundlage für eine Diagnose in dieser Gruppe.[4]

Neben dem neuen Diagnoseschlüssel HA60 wurde „Geschlechtliche Inkongruenz“ in einem neuen Kapitel namens „Probleme/Zustände im Bereich der sexuellen Gesundheit“ eingeordnet.

Zusammenfassend lässt sich an den Veränderungen der Definitionen sehen, wie der vorherige Rekurs auf Zweigeschlechtlichkeit einem offeneren Verständnis gewichen ist. Gerade bei Trans sind sie auch Ausdruck eines Paradigmenwechsels: anstatt als medizinisches Thema, wird Trans nun zuvörderst aus menschenrechtlicher Perspektive betrachtet.[5]

Die am weitesten gefasste Definition lässt sich im Queer Lexikon finden:

Menschen, die nicht das Geschlecht sind, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, sind trans. Trans Menschen können sowohl binär (also Mann oder Frau) als auch nichtbinär sein. Das Gegenteil von trans ist cis. Nicht alle Menschen, auf die dies zutrifft, bezeichnen sich selbst als trans – das Label sollte also wie immer anderen Menschen nicht übergestülpt werden. Trans wird häufig als Selbstbezeichnung verwendet.

Diese Definition entspricht vollkommen dem Prinzip von Geschlecht als etwas rein Selbstbestimmtes und wird im deutschen Selbstbestimmungsgesetz angewendet.

Trans wird häufig von Intergeschlechtlichkeit/Intersexualität – auch Inter abgekürzt – abgegrenzt  hier die Definition dazu:

Inter

Hier beginne ich erneut mit der Definition aus dem Regenbogenportal:

intergeschlechtlich, inter*

Intergeschlechtliche (lat. „inter“: zwischen) Menschen haben angeborene körperliche Merkmale, die sich nach medizinischen Normen nicht eindeutig als (nur) männlich oder (nur) weiblich einordnen lassen. Das betrifft zum Beispiel die Geschlechtsorgane, den Chromosomensatz oder die Hormonproduktion. Intergeschlechtlichkeit kann bereits bei der Geburt oder erst später sichtbar werden und zeigt sich auf ganz unterschiedliche Weise.[6]

In der Medizin ist für all die Varianten der Oberbegriff DSD – Differences of Sexual Developement, früher auch Disorders of Sexual Developement. In Deutschland spricht man auch von Varianten der Geschlechtsentwicklung. Hier ist nach wie vor der Chicago Consensus von 2005 relevant, welche Formen und Varianten unter diese Oberbegriffe fallen.[7]

Für intergeschlechtliche Menschen sah es die Medizin lange vor, diese geschlechtsvereindeutigend zu behandeln. Dies hieß oft auch sehr frühe chirurgische Eingriffe, deren Folgewirkungen gesundheitlich und seelisch für viele belastend sind. Auch hier gibt es nun einen Paradigmenwechsel, in Deutschland zeigt sich das zum Beispiel am Gesetz zum Verbot von geschlechtsverändernden Eingriffen an nicht einwilligungsfähigen intergeschlechtlichen Minderjährigen.[8]

Nonbinary/Nonbinär

Seit einigen Jahren liest man immer wieder von Prominenten, die sich als „Nonbinary“ bezeichnen und zum Beispiel alternative Pronomen wie „they“ für sich verwenden.

Das Regenbogenportal definiert wie folgt:

Nicht-binär“, „non-binary“ oder auch „genderqueer“ sind Selbstbezeichnungen für eine  Geschlechtsidentität, die sich nicht in der Gegenüberstellung von Mann oder Frau beschreiben lässt. Damit kann eine Geschlechtsidentität „zwischen“, „sowohl-als-auch“, „weder-noch“ oder „jenseits von“ männlich und weiblich gemeint sein. Zugleich wird nicht-binär/non-binary auch als Oberbegriff für diverse andere Geschlechtsidentitäten verwendet, die nicht (nur) weiblich oder (nur) männlich sind (zum Beispiel „neutrois“, „agender“, „genderfluid“). Nicht-binäre Geschlechtsidentitäten ergeben sich in der Regel nicht aus bestimmten Körpermerkmalen, sondern aus dem eigenen Geschlechtsempfinden.[9]

Im Queer Lexikon heißt es:

Nichtbinär ist ein Geschlecht. Als nichtbinär können sich Menschen bezeichnen, die nicht (oder nicht zu 100%) Mann oder Frau sind. Stattdessen ist ihr Geschlecht beispielsweise beides gleichzeitig, zwischen männlich und weiblich, oder weder männlich noch weiblich. Manche nichtbinäre Menschen verorten sich ganz außerhalb des binären Systems, manche haben gar kein Geschlecht (agender) oder haben eine Geschlechtsidentität, die sich immer wieder ändert (genderfluid). Sowohl endogeschlechtliche als auch inter* Menschen können nichtbinär sein. Da Nichtbinarität so viele Facetten hat, ist es auch ein Schirmbegriff für viele Mikrolabel, beispielsweise bigender, agender, genderqueer oder demigender. Nicht alle Menschen, die diese Labels für sich verwenden, ordnen sich jedoch auch dem Label „nichtbinär“ zu. Nonbinaryflux ist eine Form von Nichtbinarität. Dabei ändert sich die Intensität des Erlebens vom eigenen (nichtbinären) Geschlecht mit der Zeit.[10]

De facto gibt es sehr unterschiedliche Personen, die sich als nicht-binär verstehen. In der Regel wird damit meiner Beobachtung vor allem eine Haltung kommuniziert, dass man die heteronormative Zweigeschlechterordnung ablehnt. Erwartungen anderer, mit dieser Selbstbezeichnung z.B. irgendwie androgyn auszusehen, werden abgelehnt.[11]

Geschlecht

Erneut zuerst die Definition aus dem Regenbogenportal:

Geschlecht ist in unserer Gesellschaft ein wichtiges Ordnungsprinzip und eine einflussreiche soziale Kategorie. Aus der Zuordnung einer Person zu einem Geschlecht ergeben sich Erwartungen an ihr Aussehen, Verhalten und Einkommen, an ihre Art der Kommunikation und vieles mehr. Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen aufgrund des Geschlechts sind noch immer an der Tagesordnung, obwohl sie im Grundgesetz und im allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz verboten sind. Geschlecht ist also wichtig. Aber die Definitionen darüber, was Geschlecht eigentlich ausmacht, unterscheiden sich stark: Für viele ist Geschlecht vor allem eine Eigenschaft des Körpers, die bei der Geburt von Hebamme oder Ärzten festgestellt wird (und zwar als männlich oder weiblich). Auf dieser Webseite gehen wir davon aus, dass das Geschlecht einer Person nicht nur körperliche Merkmale umfasst, sondern zum Beispiel auch Aspekte der Identität und der sozialen Rolle, des Aussehens und Auftretens und des Personenstandes; dass es auf jeder dieser Ebenen mehr als zwei Optionen gibt und dass sich Außen- und Selbstwahrnehmung jeweils unterscheiden können.[12]

Eine andere Definition stammt aus dem Glossar des Queer Lexikon, welches 2024 mit dem Preis „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ der Bundeszentrale für politische Bildung[13] ausgezeichnet wurde:

Oft wird Geschlecht am Körper einer Person, insbesondere an den Genitalien, festgemacht. Geschlecht, auch körperliches Geschlecht (manchmal auch biologisches genannt), ist aber eine komplexe soziale Kategorie. Geschlecht hat verschiedene Ebenen, die voneinander unterschieden werden müssen, darunter die Geschlechtsidentität, die Geschlechtsmodalität, die Geschlechtspräsentation, Geschlechterrollen und juristische Personenstände. Auf allen Ebenen ist Geschlecht nicht binär bzw. mindestens ein Spektrum.[14]

Dagegen nun eine Definition aus einem SWR-Wissen-Beitrag:

 Biologie: Definition des Geschlechts über die Rolle bei der Fortpflanzung. Die Frage, wie viele Geschlechter es gibt, hängt davon ab, wie man Geschlecht definiert. Die Biologie ist da sehr klar. Sie macht das Geschlecht an der Rolle in der Fortpflanzung fest. Bei der geschlechtlichen Fortpflanzung treffen immer kleine Samenzellen auf wesentlich größere Eizellen. Diejenigen Lebewesen, die die kleinen Samenzellen produzieren, heißen männlich. Und die, die die großen Eizellen produzieren, heißen weiblich. Dabei ist es völlig egal, ob sie den Nachwuchs im Bauch tragen, im Ei ausbrüten oder, wie bei Pflanzen, aus einer Blüte eine Frucht entsteht. Das ist die biologische Definition – nach der gibt es diese zwei Geschlechter und sonst keins.[15]

Hier ist von einem Spektrum nicht die Rede. Die nebeneinanderstehenden und sich in Teilen widersprechenden Definitionen weisen auf den Kern des Konflikts hin, der ein epistemischer ist: Aus politischen Gründen wurden Definitionen von Aktivisten verbreitet, die aber in den Naturwissenschaften nicht in dieser Weise anerkannt sind.

Biologisches Geschlecht – was ist das nun?

Stattdessen häufen sich Äußerungen, die auf diesen Konflikt hinweisen: Im Mai 2023 drückte die UN-Beauftragte Reem Alsalem für Gewalt gegen Mädchen und Frauen ihre Besorgnis darüber aus, wie der Diskurs unterbunden würde und forderte, dass Mädchen und Frauen ohne Angst und Einschüchterungsversuche über ihnen wichtige Anliegen frei sprechen können müssten.[16] Dies führte zu Protesten von Transaktivisten und der Association for Women’s Rights in Development (AWID) die Alsalems Absetzung forderten. Im September legte Alsalem mit einem Statement nach:

The letter by AWID did however contain one novelty, which I found very concerning, namely its allegation that I reportedly continue to “perpetuate narratives upholding outdated and non-scientific understandings of binary biological sex.” There is nothing outdated or unscientific about the binary nature of sex, and I would encourage signatories of this letter to seek out biologists for a conversation around this issue.[17]

Die epistemischen Konflikte betreffen nicht nur die sprachliche Ausdrucksweise, sondern auch die biologische Geschlechterdefinition. 2023 beklagten die Evolutionsbiologen Jerry A. Coyne und Luana S. Maroja, dass ihr Wissenschaftsfeld durch ideologische Einflussnahme durch sich als progressiv verstehende Politik gefährdet sei. Aus ideologischen Gründen könne man nicht mehr von biologischer Zweigeschlechtlichkeit reden, obwohl diese nach wie vor nicht widerlegt sei.[18] Dieses Modell wird vom queeren Aktivismus und mit ihm verbündeten Wissenschaftlern herausgefordert, vornehmlich aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. 2022 sorgte ein geplanter Vortrag der Biologin Marie-Luise Vollbrecht, den sie bei der „Langen Nacht der Wissenschaft“ an der Humboldt-Universität Berlin halten wollte, für einen Eklat. Thema war, warum es in der Biologie nur zwei Geschlechter gibt. Eine Studentengruppe rief zum Protest auf und begründete, diese These sei nicht nur unwissenschaftlich, sondern menschenverachtend und queer- und trans*feindlich![19] Nach der Aufregung sagte Vollbrechts Doktorvater Rüdiger Krahe gegenüber der Berliner Zeitung, dass die Zweigeschlechtlichkeit unter Evolutionsbiologen vollkommen unstrittig sei.[20]

In Deutschland wird oft auf einen Artikel aus dem „Tagesspiegel“ des Sexualwissenschaftlers Heinz-Jürgen Voß verwiesen, wenn es darum geht, ob biologische Zweigeschlechtlichkeit noch state of the Art ist.[21] In diesem gibt Voß denn 2015 erschienenen Beitrag „Sex redefined“ der Biologin Claire Ainsworth aus dem Fachmagazin Nature wieder und dies auf sehr strittige Weise.[22] Denn anders als der Titel ihres Beitrags nahelegt, will Ainsworth ihn »ganz und gar nicht« als Widerlegung der biologischen Zweigeschlechtlichkeit verstanden wissen. „No, not at all. Two sexes, with a continuum of variation in anatomy/physiology“, stellte sie am 21. Juli 2017 auf Twitter klar, nachdem ihr Beitrag verschiedentlich als Plädoyer für das Modell von Vielgeschlechtlichkeit herhalten musste.[23] In dem vielzitierten Aufsatz trägt sie neuere Forschungsergebnisse zusammen, die sich mit anatomischen und physiologischen Variationen von Geschlecht (sex) beschäftigen. Es geht darin um (seltene) Abweichungen innerhalb des binären Modells.

Ein weiteres Beispiel für eine Definition von Geschlecht mit einem nicht-naturwissenschaftlichen Hintergrund brachte die Soziologin Paula-Irene Villa- Braslavsky 2023 in einem Interview mit dem „Spiegel“:

Meine Standardantwort ist: Geschlecht ist eine biosoziale, kulturell bedeutete, historisch gewordene, kontextvariable, andauernd gemachte, träge, bedingt verfügbare Geschlechterdifferenzierung, die intersektional mit anderen sozialen Differenzen verbunden ist und Ungleichheit generiert.

Der deutsche Biologiedidaktiker Dittmar Graf kritisierte an Definitionen wie von Villa-Braslavsky:

Geschlecht wird entweder gar nicht oder übermäßig komplex und unverständlich definiert, sodass eine klare Begriffsbestimmung fehlt.

Außerdem würden Definitionen vorgestellt, die in der Biologie nicht vertreten werden.

Yogyakarta-Prinzipien und Resolution des Europarats

Maßgeblich unterstützt wurden die nicht-naturwissenschaftlichen Definitionen von wichtigen internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen, dem Europarat oder der Europäischen Union.

Anfang der 2000er Jahre gab es einen bedeutenden Paradigmenwechsel, der aus Trans keine Frage der Medizin, sondern der Menschenrechte machte. 2006 wurde dieser Wechsel entscheidend mit einer Konferenz in der indonesischen Hauptstadt Yogyakarta eingeleitet: Dort kamen Experten zusammen und erstellte 29 Prinzipien, die definierten, wie Menschenrechte für LGBTI gewährleistet werden müssen, 2017 wurden zehn weitere Prinzipien ergänzt. Die Vereinten Nationen erkannten beide Fassungen an, was für ihre internationale Etablierung obligatorisch war.

In Prinzip 3 heißt es:

Die Staaten müssen alle erforderlichen gesetzgeberischen, administrativen und sonstigen Maßnahmen ergreifen, damit die selbstbestimmte geschlechtliche Identität jedes Menschen in vollem Umfang geachtet und rechtlich anerkannt wird.

Medizinische Diagnosen oder Behandlungen sollen keine Voraussetzung sein, um in der geschlechtlichen Identität anerkannt zu werden. Argentinien war 2012 das erste Land, was ein sogenanntes Selbstbestimmungsgesetz einführte, was nach den Yogyakarta-Prinzipien als Goldstandard gilt.

Robert Wintemute, ein in Großbritannien lehrender Professor für Menschenrechte, der ebenfalls in Yogyakarta dabei war, gibt inzwischen zu, dass bei der Zusammenstellung dieser Prinzipien nicht abgewogen wurde, ob das Selbstbestimmungsprinzip bei Geschlecht Konflikte mit Rechten anderer Gruppen wie Frauen verursachen könnte. Gegenüber der britischen Zeitung „The Telegraph“ sagte er im Mai dieses Jahres:

Ich ging davon aus, dass die Forderungen der Transgender-Gemeinschaft vernünftig sein müssen. Sie wussten, was sie brauchten. Als Mann kam es mir nicht in den Sinn, mich in die Lage einer Frau zu versetzen, die in einem Frauenraum auf eine „rechtliche Frau” mit männlichen Genitalien trifft.

Ideologisch unterstützt wird das Prinzip der selbstbestimmten Geschlechtsidentität durch theoretische Konzepte der US-amerikanischen Literaturwissenschaftlerin Judith Butler, nach denen auch das biologische Geschlecht immer schon sozial konstruiert sei. Wir könnten nie unabhängig von normativen Ideen über Geschlecht denken und sprechen. Zudem sei die Performativität von Weiblichkeit nicht an ein biologisches Geschlecht gebunden – eine biologische Frau damit nicht authentischer als eine Dragqueen.

Im Jahr 2008 berief der Menschenrechtskommissar des Europarats, Thomas Hammarberg, ein Expertentreffen mit transaktivistischen Organisationen ein, darunter ILGA-Europe und Press for Change UK. Wichtige Forderungen waren die rechtliche Anerkennung der Selbstidentität, den Zugang zu Dienstleistungen und institutionelle Reformen. Diese Forderungen wurden dann im 2009 veröffentlichten Themenpapier des Kommissars, „Menschenrechte und Geschlechtsidentität“ veröffentlicht und als Prioritäten innerhalb eines internationalen Menschenrechtsrahmens formuliert.

Forderungen nach Inklusion

Diese Forderungen der Transaktivisten fanden durch diese hochrangige Unterstützung zunehmend Eingang in viele Gesellschaftsbereiche und je weiter dies gelungen ist, desto mehr traten Konflikte vor allem mit Frauen auf.

Verstärkt in die Öffentlichkeit gelangten diese Auseinandersetzungen ab 2019, als die weltberühmte Autorin Joanne K. Rowling sich auf Twitter äußerte. Am 6. Juni 2020 postete sie:

‚People who menstruate.‘ I’m sure there used to be a word for those people. Someone help me out. Wumben? Wimpund? Woomud?

Anlass war der Artikel „Opinion: Creating a more equal post-COVID-19 world for people who menstruate“, der auf Devex, einem Entwicklungshilfeportal, veröffentlicht wurde. Seither gilt Rowling als transfeindlich und TERF. TERF steht für trans-exclusionary radical feminist. 

Bereits seit ungefähr 2011 kursierten zunächst nur in linken, queeren, feministischen Kreisen Transphobie-Vorwürfe. Seien es falsche Begriffe, Workshops zu weiblicher Ejakulation oder Vagina-Dekorationen auf LaDIY-Festen – plötzlich war das transphob. Die Vorwürfe bezogen sich jedes Mal darauf, dass sich davon nur Frauen im biologischen Sinne angesprochen fühlen können und daher Ausschlüsse produziere. Begleitet wurden solche Anschuldigungen oft von Online-Aktivismus, der sich der Aufdeckung und des Anprangerns widmete. Benutzt wurden dafür meistens Soziale Medien, Mailinglisten, community-relevante Websites und Blogs.

Kernpunkte des Konflikts sind Grundsatzfragen: Was ist biologisches Geschlecht? Was macht Frausein aus?

Für Radikalfeministinnen ist biologisches Geschlecht der entscheidende Grund, weshalb Frauen Benachteiligung, Diskriminierung oder Gewalt erfahren. Eine Veränderung des Geschlechtsverständnisses greift wesentliche Grundlagen radikalfeministischer Analyse und Politik an. Zudem werden bisherige Konventionen, Normen und gesetzliche Regelungen in Frage gestellt, die auf der biologischen Zweigeschlechtlichkeit basieren. Ebenso sind auch einige Schwulen und Lesben gegen ein Geschlechtsverständnis, was sich vollkommen von einer materiellen-körperlichen Grundlage entkoppelt, da sexuelles Begehren auf den Geschlechtskörper abzielt.

Das Infragestellen des bisherigen Geschlechterverständnisses und die Bestrebungen, Geschlechtervielfalt sichtbarer zu machen, zeigen sich auch sprachlich. Um niemanden auszuschließen, sollen neutrale Formulierungen bevorzugt werden. Kritikerinnen bringt dagegen auf, dass vor allem Begriffe rund um Frauen und weibliche Anatomie im Fokus der sprachlichen Neutralisierungsbemühungen stehen. Ein anderes Beispiel: Margaret Atwood, die Autorin des Weltbestsellers „Der Report der Magd“ geriet auch in einen Shitstorm, als sie am 19. Oktober 2021 auf Twitter den Link zu einem Kommentar im „Toronto Star“ teilte. In diesem Text beklagte sich die Journalistin Rosie DiManno, dass das Wort „Frau“ im derzeitigen Diskurs um Geschlechtervielfalt und Anforderungen an möglichst inklusive Sprache zu einem tabuisierten Wort zu werden drohe.[24]  Gerade, weil das Sprechen über weibliche Körper lange mit Scham belegt war und einem aufgeklärten, emanzipatorischen Zugang zum eigenen Körper entgegenstand, reagieren vor allem Feministinnen verärgert.

Bereits 2015 kam es in den USA an einer Hochschule zu einem Eklat um das berühmte feministische Theaterstück „Vagina Monologues“ von Eve Ensler. Plötzlich sollte es nicht mehr aufgeführt werden, weil es Transfrauen ausschließe und Frausein zu sehr an bestimme Körpermerkmale knüpfen würde. Ensler entgegnete damals unter anderem:

I think we have to create a space for the over 3 billion women who have vaginas to talk about our vaginas – the oppressions, and suffering and secrets and pleasures they have – without it being seen as dominance and transphobia.

In Deutschland sind zugespitzte Äußerungen von Politikern dokumentiert, wie zum Beispiel des ehemaligen Queerbeauftragten der Bundesregierung, Sven Lehmann „Welches Geschlecht ein Mensch hat, kann kein Arzt von außen feststellen“ oder der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Tessa Ganserer, dass ein Penis nicht per se ein männliches Genital sei.[25]

Für trans- und intergeschlechtliche Aktivisten gilt das bisherige Modell jedoch als Hindernis, um als gleichwertig angesehen zu werden, als nicht-pathologische Normvariante. In Anbetracht dessen, dass Wissenschaft und Medizin in der Vergangenheit vulnerablen Gruppen wie trans und inter mitunter nicht gerecht wurden und gar erhebliche Verletzungen zugefügt haben, ist ihr Anliegen durchaus nachvollziehbar. Aber: Auch Frauen haben gerade in der Medizin nicht den besten Stand, die Setzung des biologisch männlichen Körpers als Standard in der Medizin hat gerade für Frauen negative Folgen gehabt. 

In anderen Bereichen, insbesondere dem Sport, wird ebenfalls deutlich, dass sich die Biologie aus dem Geschlecht nicht verdrängen lässt. Gerade im Spitzensport der Frauen gab es immer wieder Fälle, wo Personen für Aufsehen sorgten, weil ihre Leistungen die der anderen Frauen sehr deutlich überragten. In der öffentlichen Debatte kamen schnell Fragen auf, ob der Wettkampf fair war. Bei den olympischen Sommerspielen von Paris im letzten Jahr stand vor allem Imane Khelif im Zentrum dieser Debatten. Sie boxte in der Frauenkategorie jede Gegnerin weg und gewann eine Goldmedaille. Eine weitere Sportlerin, um die es Kontroversen gab, ist die Leichtathletin Caster Semenya.

Der signifikante, in vielen Sportarten relevante Leistungsunterschied zwischen biologischen Männern und Frauen liegt in der Pubertät begründet. Testosteron ist hier der Schlüsselfaktor. Bei Khelif und Semenya liegen Varianten der Geschlechtsentwicklung vor – wahrscheinlinc 5-ARD. Bei „5-ARD“ (5α-Reductase deficiency) hat jemand XY-Chromosome, d.h. Testosteron wirkt, kann aber aufgrund eines Enzymdefekts nicht in Dehydrotestosteron umgewandelt werden. Dennoch kommt es zu einer testosterondominanten Pubertät, die den entscheidenden Unterschied zu biologischen Frauen ausmacht. Bei Transfrauen wie der Schwimmerin Lia Thomas ist es so, dass in der Regel eine biologisch männliche Pubertät durchlaufen wird. Wer sich für eine weibliche Hormontherapie entscheidet bemerkt durchaus einen Leistungsabfall, aber es ist umstritten, inwieweit eine Transfrau vom physiologischen Leistungsvermögen sich vollständig an biologische Frauen angleicht.

Ab Mitte der 1990er Jahren hat das Internationale Olympische Komitee sein Regelwerk versucht, flexibler zu gestalten und anstatt mit Nachweis des biologischen Geschlechts per Gentests Obergrenzen für Testosteron festgelegt. Sportwissenschaftler wie Tommy Lundberg haben diese Regeln kritisiert, weil sie nicht ausreichen, um fundamentale biologische Leistungsunterschiede auszugleichen. Sein Kollege Ross Tucker erklärte, dass Fairness, Sicherheit von biologischen Frauen und die Inklusion von Trans und Inter mit biologisch männlicher Pubertät bedauerlicherweise nicht miteinander vereinbar sind. Nun kehren viele Sportverbände wieder zu restriktiven Regeln und Gentests für die Frauenkategorie zurück.

Doch nicht nur im Sport kommt es mit dem Vorrang der Identität vor Biologie mit gleichzeitigem Verzicht auf kohärente Definitionen zu Konflikten. In Großbritannien hat eine Untersuchung von Soziologin Alice Sullivan vom University College London ergeben, dass eine Gleichsetzung von biologischem Geschlecht mit Geschlechtsidentität zu ungenauen Daten in wissenschaftlichen Untersuchungen sowie statistischen Dokumentationen führt – und damit die Daten unbrauchbar macht.[26]

Auch in der Gesetzgebung fehlt eine sorgfältige Rechtsfolgenabschätzung. Ein Beispiel aus Deutschland betrifft Steuern[27]: Eine Anwaltskanzlei empfiehlt Männern, sich rechtlich per Selbstbestimmungsgesetz zur Frau zu erklären, bevor Immobilien mit Nießbrauchsrecht vererbt werden. In Deutschland werden bestimmte steuerliche Werte auf Grundlage der unterschiedlichen statistischen Lebenserwartung von Männern und Frauen berechnet. Frauen haben dabei eine höhere Lebenserwartung als Männer. Der steuerliche Vorteil ist für einen biologischen Mann höher, wenn er rechtlich als Frau gilt.

Hiermit möchte ich nun zum Ende meines Vortrags überleiten und mir ist es wichtig zu betonen, dass es mir nicht darum geht, jemanden zum Bösen zu erklären. Vielmehr hoffe ich, es ist deutlich geworden, dass wohlmeinende Intentionen allein nicht reichen, um Begriffe zu definieren. Bisherige biologische Definitionsmodelle sind nicht verzichtbar, das müssen Aktivisten für die Rechte von Trans und Inter akzeptieren. Zugleich darf Biologie nicht dazu missbraucht werden, diese vulnerable Gruppe zu diskriminieren.

Ich persönlich halte möglichst belastbare wissenschaftliche Modelle für essenziell. Die derzeitigen ideologisch aufgeladenen Konflikte sind für alle Seiten hochgradig schädlich. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich auf Ihre Fragen.

Verwendete Literatur und Empfehlungen

Eigene Publikationen und Medienauftritte

Die Ainsworth-Böhmermann-Pipeline, Jungle World Nr. 50/2023 (zus. m. Holger Marcks), https://jungle.world/artikel/2022/50/die-ainsworth-boehmermann-pipeline

Ist Psychotherapie mit den Menschenrechten von Transpersonen vereinbar? Ein Zwischenruf für die Berücksichtigung psychodynamischer Ansätze, Jahrbuch Sexualitäten 2022, Wallstein: Göttingen 2022.

Transaktivismus gegen Radikalfeminismus. Gedanken zu einer Front im digitalen Kulturkampf, Querverlag: Berlin 2022.

Politische Hybris. Wie der Transaktivismus seine Erfolge zu verspielen droht, Jahrbuch Sexualitäten 2021, Wallstein: Göttingen 2021.

Irrwege. Analyse aktueller queerer Politik. Querverlag: Berlin 2020.

Wann ist eine Frau eine Frau? ZEIT Online am 16.06.2020, https://www.zeit.de/kultur/2020-06/joanne-k-rowling-vorwurf-transfeindlichkeit-konflikt-twitter

Selbstbestimmungsgesetz. Die falsche Ermutigung? (Streitgespräch mit Jenny Wilken), ZEIT Nr. 16/2023, https://www.zeit.de/2023/16/selbstbestimmungsgesetz-geschlechtseintrag-aenderung-transsexuellengesetz-biologisches-geschlecht

taz am Wochenende 25./26.07.2020 „Geschlecht kann man nicht einfach wegdefinieren“. (Interview), https://taz.de/Transmann-ueber-Gender/!5700663/

Publikationen und Beiträge von anderen

Sigi Lieb: Alle(s) Gender. Wie kommt das Geschlecht in den Kopf? Querverlag: Berlin 2023. (Ebenso empfehle ich Sigi Liebs Blog: https://www.gespraechswert.de/blog/)

Kathleen Stock: Material Girls. Warum die Wirklichkeit für den Feminismus unerlässlich ist, Edition Tiamat: Berlin 2022.

Vojin Saša Vukadinović im Gespräch mit der britischen Feministin Jane Clare Jones, in: Jahrbuch 2021.

Hannah Barnes: Time to Think. The Inside Story of the Collapse of the Tavistock’s Gender Service for Children, Swift Press: London 2023.


Endnoten

[1] https://www.gesetze-im-internet.de/sbgg/__1.html

[2] https://www.regenbogenportal.de/glossar?tx_dpnglossary_glossary%5Baction%5D=list&tx_dpnglossary_glossary%5Bcontroller%5D=Term&tx_dpnglossary_glossary%5BcurrentCharacter%5D=T&cHash=6c1ec02fefba517a7a019dc1b67620e9

[3] https://www.icd-code.de/icd/code/F64.-.html

[4] https://www.uniklinikum-saarland.de/fileadmin/UKS/Einrichtungen/Kliniken_und_Institute/Neurologie_und_Psychiatrie/Kinder_und_Jugendpsychiatrie/Folien_Vorlesung/Moodle/Rieck_K_Transidentitaetmoodle_2020_10.pdf

[5] Ein Beitrag ganz in diesem Sinne ist z.B. dieser hier: https://www.bpb.de/themen/gender-diversitaet/geschlechtliche-vielfalt-trans/245353/medizinische-einordnung-von-trans-identitaet/

[6] https://www.regenbogenportal.de/glossar?tx_dpnglossary_glossary%5Baction%5D=list&tx_dpnglossary_glossary%5Bcontroller%5D=Term&tx_dpnglossary_glossary%5BcurrentCharacter%5D=I&cHash=a0ea7e611fca641e46357edfbb19ed1b Anmerkung; Das Regenbogenportal wurde vom Bundesministerium für  Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert und zuletzt redaktionell betreut. 2019 ging es online, 2024 wurde es wieder abgeschaltet.

[7] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2082839/

[8] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/123693/Geschlechtsangleichende-Operationen-an-Kindern-werden-verboten

[9] https://www.regenbogenportal.de/glossar?tx_dpnglossary_glossary%5Baction%5D=list&tx_dpnglossary_glossary%5Bcontroller%5D=Term&tx_dpnglossary_glossary%5BcurrentCharacter%5D=N&cHash=25db23211845a7b8a0768f803fc72f4b

[10] https://queer-lexikon.net/2017/06/08/nichtbinaer/

[11] Siehe auch: https://www.rowohlt.de/buch/lydia-meyer-die-zukunft-ist-nicht-binaer-9783499010606?gclid=CjwKCAjwr_CnBhA0EiwAci5sik7Ny87_0TeIn4LzW_nq3lWulZa523lFGfU5-giFKsFh0TyIbzBK-BoC2boQAvD_BwE

[12] https://www.regenbogenportal.de/glossar?tx_dpnglossary_glossary%5Baction%5D=list&tx_dpnglossary_glossary%5Bcontroller%5D=Term&tx_dpnglossary_glossary%5BcurrentCharacter%5D=G&cHash=ca395deda7ca4cef3ca862a36296419a

[13] https://www.bpb.de/veranstaltungen/reihen/aktiv-wettbewerb/557047/deine-online-anlaufstelle-fuer-sexuelle-romantische-und-geschlechtliche-vielfalt/

[14] https://queer-lexikon.net/2023/12/29/geschlecht/

[15] https://www.swr.de/wissen/1000-antworten/wie-viele-geschlechter-gibt-es-und-was-folgt-daraus-102.html

[16] https://www.ohchr.org/en/press-releases/2023/05/allow-women-and-girls-speak-sex-gender-and-gender-identity-without

[17] https://www.ohchr.org/sites/default/files/documents/issues/women/sr/activities/SR-VAWG-Response-AWID.pdf

[18] https://skepticalinquirer.org/2023/06/the-ideological-subversion-of-biology/

[19] https://akj.rewi.hu-berlin.de/index.php?post=studierende-geschlossen-gegen-transfeindlichkeit-n-gegenprotest-gegen-marie-luise-vollbrecht

[20] https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/debatte/hu-biologe-ruediger-krahe-der-streit-um-zweigeschlechtlichkeit-ist-so-unnoetig-wie-ein-kropf-li.243826

[21] https://www.tagesspiegel.de/wissen/es-gibt-mehr-als-zwei-geschlechter-5211841.html

[22] https://www.nature.com/articles/518288a

[23] https://twitter.com/ClaireAinsworth/status/888365994577735680?s=20

[24] https://www.thestar.com/opinion/star-columnists/why-can-t-we-say-woman-anymore/article_2c67ab8e-1eac-57b9-b869-3fcbe38047df.html und Atwoods Tweet: https://twitter.com/margaretatwood/status/1450429768067846145

[25] https://www.zeit.de/2022/17/transsexuellengesetz-vielfalt-gesellschaft-freiheit-demokratie und https://taz.de/Transsexualitaet-und-Politik/!5783177/

[26] https://www.gov.uk/government/publications/independent-review-of-data-statistics-and-research-on-sex-and-gender/review-of-data-statistics-and-research-on-sex-and-gender-executive-summary

[27] https://lkc-gruenwald.de/selbstbestimmungsgesetz-und-steuerrecht-neue-gestaltungsmoeglichkeiten-bei-niessbrauch-und-leibrenten/